Dysphagie = griechisch, setzt sich zusammen aus der Vorsilbe „dys“ (etwas Unglückliches oder Widriges wie im Deutschen miss-/un-) und „phagein“ (essen)

Die Ursachen einer Dysphagie können in zwei Hauptgruppen unterteilt werden:

  • Problematik des Gehirns und/oder der Nerven (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Erkrankungen des zentralen und/oder peripheren Nervensystems)
  • Schädigung von Muskeln, Knochen oder Schleimhaut, zum Beispiel durch Krebs oder dessen Behandlung (z.B. Bestrahlung), Verletzungen, etc.

Komplikationen und Gefahren einer Dysphagie

Primär birgt eine Schluckstörung die Gefahr des vermehrten Verschluckens (im Volksmund „Verkutzen“) von Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel. Diese sogenannte Aspiration kann im schlimmsten Fall zu Erstickungsgefahr oder einer Lungenentzündung führen.

Weiters kann eine Schluckstörung deutliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität mit sich bringen.

Grundsätzlich lässt sich die Therapie von Schluckstörungen in 3 Bereiche aufgliedern:

  • Funktionelle Therapie: Durch gezieltes Training findet eine Kräftigung der betroffenen Muskeln statt. Zusätzlich werden beeinträchtigte Nerven und/oder Gehirnareale stimuliert und reaktiviert.
  • Kompensatorische Therapie: Kann ein Muskel nicht mehr reaktiviert werden, ermöglicht diese Therapieform ein Umgehen der Beeinträchtigung durch alternative Strategien. So kann zB eine spezielle Kopfbewegung beim Schluckvorgang gewisse Muskelausfälle ausgleichen.
  • Adaptative Therapie: Hierzu zählen neben Kostanpassung auch Aspekte wie die optimale Position bei der Nahrungsaufnahme sowie eine etwaig erforderliche Anpassung des Umfeldes (zB Störgeräusche, Ablenkungen, etc.)

In den meisten Fällen werden alle drei Arbeitsweisen individuell kombiniert um eine optimale Absicherung des Schluckens sowie eine Erleichterung im Alltag zu gewährleisten.