Eine Dysarthrie ist eine Beeinträchtigung des Sprechens, also der Erzeugung von Sprachklängen durch die Sprechwerkzeuge (Atemmuskulatur, Kehlkopf, Zunge, Lippen, etc.).

Die Hauptursachen von Dysarthrien können wie folgt sein:

  • Schlaganfälle
  • Morbus Parkinson
  • traumatische Verletzungen des Gehirns
  • Muskel- und Nervenerkrankungen (zB MS, ALS, etc.)
  • Schädigung von Muskeln und/oder Nerven, zB durch Karzinome oder deren Folgen

Die Sprache, also das System von Wortschatz und Grammatik, ist bei der Dysarthrie nicht betroffen.

Daher hat die Therapie das Ziel, die Fähigkeit der Lautbildung durch die Sprechwerkzeuge (Atemmuskulatur, Kehlkopf, Zunge, Lippen, etc.) wiederherzustellen.

Grundsätzlich lässt sich die Therapie von Dysarthrien vereinfacht wie folgt darstellen:

  • Zu Beginn steht eine individuelle Befundung um die Art und den Umfang der Beeinträchtigung zu erfassen.
  • Es wird ein individueller Trainingsplan erstellt, durch den die entsprechenden Muskeln gezielt gestärkt und die betroffenen Nerven/Gehirnareale angeregt werden.
  • Bei spastischen Lähmungen oder manchen Morbus Parkinson Patienten wird durch das Training eine Lockerung der betroffenen Muskulatur erzielt.
  • Bei ALS Patienten ist es nach derzeitigem Forschungsstand wichtig, die Muskulatur nicht zu überlasten. Deshalb wird hier ein speziell abgestimmtes Training durchgeführt.

Wann beginnt man eine Dysarthrie Therapie?

Bei einer Dysarthrie ist es wichtig, so schnell als möglich mit der Therapie zu beginnen! Die Chance einer größtmöglichen Wiederherstellung der Sprechfähigkeiten ist bei unmittelbarem Therapiebeginn deutlich höher!

Ebenso wichtig ist das tägliche Üben bzw. strikte Einhalten des erstellten Therapieplans! Nur so kann ein bestmöglicher Therapieerfolg erzielt werden!